Kennst du dich mit kognitiven Verzerrungen aus, die unseren Alltag beeinflussen? Finde heraus, ob du die typischen Denkfallen durchschaust.
Teste dein Wissen
Du glaubst, die Aktienkurse steigen, weil du gerade viele positive Börsennachrichten siehst.
Verfügbarkeitsverzerrung: Menschen schätzen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses danach ein, wie leicht ihnen Beispiele dafür einfallen.
Du siehst viele erfolgreiche Influencer und willst auch einer werden, ohne die vielen gescheiterten zu beachten.
Überlebenden-Verzerrung: Der Fehler, sich auf die wenigen «Überlebenden» (in diesem Fall erfolgreiche Influencer) zu konzentrieren und die vielen «Gescheiterten» zu ignorieren.
Die Befragten haben grossmehrheitlich das Gefühl, dass sie besser als der Durchschnitt Autofahren können.
Überlegenheitsillusion: Die Tendenz, die eigenen Fähigkeiten im Vergleich zu anderen überschätzen.
Du gehst davon aus, dass die meisten Menschen deine politische Ansicht teilen.
Falscher-Konsens-Effekt: Die Tendenz zu glauben, dass die eigene Meinung von der Mehrheit geteilt wird.
Du wirkst in deiner Präsentation aufgrund deines Kleidungsstils kompetent und nicht wegen des Inhalts.
Halo-Effekt: Ein allgemeiner positiver Eindruck («Halo») von einer Person beeinflusst die Wahrnehmung ihrer spezifischen Eigenschaften.
Du hältst eine Aussage für wahr, weil sie dir immer wieder begegnet. Du weisst aber nicht, ob sie wahr ist.
Wahrheits-Effekt: Die Tendenz, häufig wiederholte Aussagen eher als wahr zu akzeptieren.
Du verhandelst einen Preis und lässt dich stark von der zuerst genannten Zahl beeinflussen.
Ankereffekt: Die Tendenz, sich stark von einem anfangs genannten Wert («Anker») beeinflussen zu lassen.
Dein Kollege kommt zu spät zur Arbeit. Du denkst sofort: «Der ist einfach unzuverlässig!» Dabei war der Bus verspätet aufgrund eines Verkehrsunfalls.
Fundamentaler Attributionsfehler: Die Tendenz, das Verhalten anderer auf interne Faktoren (wie Persönlichkeit) statt auf externe Umstände zurückzuführen.
Nach dem Börsencrash erinnerst du dich an frühere Warnungen als eindeutige Vorhersagen.
Rückschaufehler: Die Tendenz, nach einem Ereignis zu glauben, dass man dieses hätte vorhersehen können.
Du entscheidest dich eher für ein Produkt, wenn es als «80 % fettfrei» und nicht mit «20 % Fett» beworben wird.
Framing-Effekt: Die Art und Weise, wie Informationen dargestellt werden, beeinflusst unsere Entscheidungen.
Welche Begriffe waren dir neu? Hast du Ergänzungen oder Fragen zum Thema? Ich freue mich über deinen Kommentar.
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