Eine kognitive Verzerrung bezeichnet ein systematisches, oft unbewusstes Abweichen von rationaler Urteilsbildung oder Entscheidungsfindung. Im Kontext von Datenkompetenz und GIS können kognitive Verzerrungen die Datenanalyse oder Dateninterpretation beeinflussen, was zu fehlerhaften Schlussfolgerungen führt.
Beispiele
- Bestätigungsfehler (Confirmation Bias): Bevorzugung von Daten, die eigene Hypothesen bestätigen, während gegenteilige Informationen ignoriert werden.
- Verfügbarkeitsverzerrung (Availability Bias): Die Häufigkeit von Überschwemmungen wird auf Basis der gut dokumentierten Ereignisse der letzten fünf Jahre ermittelt. Ältere, weniger zugängliche Daten werden dabei ignoriert. Dies kann jedoch zu einer falschen Einschätzung des aktuellen Risikos führen.